Traurige Ereignisse der letzten Wochen

die traurigen Ereignisse der vergangenen Wochen haben vielen Menschen Angst gemacht. Rechtspopulisten versuchen, Gefühle der Unsicherheit in diesen unruhigen Zeiten zu nutzen, um unser Land durch Hass, Hetze und Ausgrenzung zu spalten.

Dass ihre vermeintlichen Antworten keine Antworten auf die Probleme sind, die wir zu bewältigen haben, machten Außenminister Frank-Walter Steinmeier, Familienministerin Manuela Schwesig und Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsident Erwin Sellering in Diskussionen mit Bürgerinnen und Bürgern in Schwerin und in Stralsund klar.

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Infobrief

Liebe Leserin ,lieber Leser,

vor drei Jahren habe ich Sie zur Bundestagswahl angeschrieben. Leider haben wir es nicht geschafft die Bundesregierung zu führen. Dennoch haben wir schon viel von unserem Wahlprogramm durchsetzen können. Nicht alles was wir von der SPD wollten ließ sich aber eins zu eins durchsetzen.

In meinem letzten Brief an sie stand unter anderem folgendes:

Das wird in den ersten 100 Tagen unter einer SPD geführten Bundesregierung mit Vorrang umgesetzt:

  • Bundesweiten Mindestlohn von 8,50€
  • gleicher Lohn für Frauen und Männer
  • gleichen Lohn für gleiche Arbeit
  • Solidarrente von 850€ nach 45 Versicherungsjahren
  • Betreuungsgeld abschaffen und in Kitas investieren
  • doppelte Staatsbürgerschaft ermöglichen
  • Mietpreisbremse , damit wohnen bezahlbar bleibt “

Hierzu können Sie in der hier beigefügten Karte nachlesen, was wir schon umsetzen konnten.schongeschaft

Ihre Stimme, sollten Sie diese der SPD geliehen haben, hat also etwas bewirkt. Ich schreibe Ihnen jetzt , die neuen Bundestagswahlen sind erst nächstes Jahr, nicht um sie um Ihre Stimme zu bitten.

Dieses Schreiben soll zu Ihrer Information dienen.

Ich schrieb Ihnen vor drei Jahren, dass ich der SPD erneut mein Vertrauen geschenkt habe. Heute kann ich sagen, mein Vertrauen wurde nicht enttäuscht. Inzwischen habe ich die Kommunal-Akademie besucht um mich in die Feinheiten der Kommunal-Politik ein zu arbeiten.

Ich arbeite in der Fraktion der SPD sowohl in Kronshagen mit, wo ich dem Ortsteil Kopperpahl Gewicht verleihen möchte, so wie auch als Gast in der SPD Kreistagsfraktion, wo ich mein Ziel Kronshagenerinnen und Kronshagener zu vertreten verfolge. Für keine der Tätigkeiten bekomme ich Gelder.

In der Gemeinde steht die Umsetzung der Ortskernentwicklung an, der ich persönlich auch so wie es aussieht uneingeschränkt zustimmen kann. In diesem Zusammenhang bitte ich darum nicht allem was in der Zeitung steht und stand ihr uneingeschränktes Vertrauen zu schenken. Hier ziehen sie bitte weitere Informationen von www.kronshagen.de und www.robert-schall.de (Robert Schall ist Bauausschuss-Vorsitzender) hinzu. Eine Zeitung muss schließlich verkauft werden. Auch ich stehe , sollten Sie es wünschen , für weitere Informationen zur Verfügung. Kontaktieren Sie mich ruhig.

Weiter arbeitet die Gemeindevertretung daran bezahlbaren Wohnraum für alle zu schaffen. Hier sind schon die ersten Maßnahmen umgesetzt. Grundstücke wurden an Investoren verkauft. Zum Teil entsteht auf diesen geförderter sozialer Wohnraum. Wobei die Gemeindevertretung darauf geachtet hat , wo möglich, Belegungsrechte zu erhalten.

Im zurück liegendem Jahr war die Unterbringung von Flüchtlingen ein zentrales Thema. Mit viel Augenmaß und Geschick hat es die gesamte Gemeindevertretung geschafft unsere neuen Bürger dezentral unter zu bringen. Der Arbeitskreis Flüchtlinge in Kronshagen engagiert sich mit einer Unzahl von Freiwilligen ,zu denen auch ich gehöre, für die Betreuung der Flüchtlinge zu sorgen. So gelang es alle Flüchtlinge mit einer Sprachausbildung (deutsch) zu versorgen. Ich denke unser Vorgehen ist die beste Prävention gegen Gewalt und Lagerkoller. Für weitere Informationen empfehle ich ihnen die Seite www.fluechtlingshilfe-kronshagen.de .

Auch bei der Frühkindlichen Bildung erledigt die Gemeinde ihre Aufgaben bisher unter der Maßgabe der besten möglichen Betreuung. So wird die Kindertagesstätte der Arbeiterwohlfahrt im Hühnerland mit Unterstützung der Gemeinde erweitert, so das die provisorische Nutzung des Sportraumes für eine der Gruppen endlich enden wird. Hier prägte Georg Lentsch SPD Gemeindevertreter den folgenden Satz: „Schulden die wir für die Bildung unserer Kinder machen sind die einzigen Schulden die uns unsere Kinder nicht irgendwann um die Ohren hauen werden!“

Zukünftig , damit hat die Gemeindevertretung schon begonnen, werden wir uns dem strukturell defizitären Haushalt zuwenden. Hier hat eine Arbeitsgruppe von Gemeindevertretern und der Verwaltung schon getagt. Einen schönen Artikel hat hier Robert Schall www.robert-schall.de auf seine Seite gesetzt.

Zum Ende kommend möchte ich noch etwas von meiner Arbeit für die Arbeiter Wohlfahrt sowohl im Kreis als auch in Kronshagen berichten. Hier arbeite ich jeweils im Vorstand mit. Zuständig bin ich für die Seiten www.awo-kronshagen.de und www.awo-rendsburg-eckernfoerde.de.

So kann ich berichten, der Kreisverband der AWO ist wieder in die erfolgreiche und paßgenaue Vermittlung von Mutter-Kind Kuren eingestiegen.

Für Kontaktdaten besuchen sie bitte die Seite https://www.awo-rendsburg-eckernfoerde.de/index.php/bbs . Gern werden ihnen die Mitarbeiter der BBS (Bürgerbegegnungsstätte die von der AWO betrieben wird) bei allen Anliegen weiter helfen.

Sollte Ihnen mein Infobrief gefallen haben würde ich mich freuen wenn sie diesen auch weiterreichen. Zusätzlich veröffentliche ich diesen Brief auch auf meiner Seite im Netz unter www.der.kronshagener.de

Zum Schluß

Ich weiß nicht , ob sie es schon wissen in der SPD können sie auch mitreden ohne gleich volles Mitglied sein zu müssen. Weitere Informationen über die Arbeit der Fraktionen können sie im Internet unter www.spd-kronshagen.de bekommen.

Auch die Arbeiter Wohlfahrt wird sich über Ihr Interesse zu helfen oder sogar Mitglied zu werden sehr freuen.

Ich verbleibe Ihr Kronshagener

Frank Petzold

Ortskernplanung

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Heute war die Vorstellung des Rahmenplan zur Ortkernplanung. Viele Wortmeldungen äußerten sich deutlich negativ. Um diesen Stimmen nicht zu nahe zu treten möchte ich nur anmerken , dass das Wettbewerbsverfahren abgeschlossen ist . Ich finde das Vorgetragene sehr ansprechend . Fest zu halten bleibt ,unter anderem die Höhen der Gebäude bleiben die der Elac Gebäude. Der Markt kommt ans Rathaus dessen Tiefgaragen Zufahrt wird in den Norden verlegt.

Haushalten will ich lernen.

Auf meine Anregung hin hatte sich die SPD Fraktion Kronshagen externen Rat hinzugezogen. Die Referentin führte einige Punkte an , die zumindest für mich, sagen wir es freundlich, Klärungsbedarf haben . Ich für meinen Teil fand die Veranstaltung sehr informativ. Obwohl ich einen Teil der Ausführungen schon in dem Seminar zur Kommunalpolitik (Kommunal Akademie) gehört hatte sind weitere Details in meinem Hirn hängen geblieben. Ich freue mich schon auf die Ergebnisse die aus der Klausur gezogen werden. Ich werde jeden falls den Prozess aktiv begleiten.

Der spannende Wahlabend

Als erstes möchte ich folgendes anmerken. Wir haben gewonnen! Leider ist das Ergebnis nicht das von uns gewünschte. Aber wir haben gezeigt , der von der SPD Kronshagen aufgestellte Kandidat war der genau richtige für diesen Job. Wir haben die Herzen der Menschen angesprochen. Der Kandidat Robert Schall hat mehr gearbeitet als es einem Menschen zu zu trauen ist. All seine Helfer hat er um Längen mit seinem Einsatz geschlagen.

Warum schreibe ich dann wir haben gewonnen? Nun wir haben an Einsicht gewonnen. Wir haben an Erfahrung gewonnen. Wir durften erkennen , wer für die Sache brennt und wer nicht. Wir haben als völlig unterschiedliche Individuen mit völlig unterschiedliche Ansätzen gelernt für die gleiche Zielsetzung zu streiten. Erkennen durften wir, mit harter Arbeit und viel Aufopferung ist es zukünftig auch  möglich in meinem Kronshagen Wahlen gewinnen zu können.

Leider muss ich meine Einschätzung zur Fairness im Wahlkampf revidieren. Wie so nach und nach bekannt wird haben nicht alle Interessierten mit fairen Mitteln gearbeitet. Jetzt will ich nicht darüber wettern , dass andere ein fieses Spiel betrieben haben. Vielmehr möchte ich auch hier schreiben das wir gewonnen haben. Wir haben Einsichten gewonnen , wie gewisse Heckenschützen nichts auslassen um ihr Ziel zu erreichen. Denkprozesse setzen ein und werden unser handeln in Zukunft mit bestimmen.

Auch möchte ich danken. Danken, den vielen Wählerinnen und Wählern , die es verstanden haben unseren und meinen Kandidaten zu akzeptieren. Auch, wenn nicht jeder von ihnen, den von mir unterstützten Kandidaten ihre Stimme geben konnten. So haben sie  Robert Schall unvoreingenommen zu gehört und verstanden , was dieser für Kronshagen im Sinn hat. Allen meinen Lesern , die Robert gewählt haben , möchte ich sagen , Ihre Stimme ist nicht vergebens. Sie haben richtig entschieden. Und deswegen danke ich Ihnen ganz besonders. DNAKE DANKE DANKE.

Gez. Frank Petzold

 

 

 

 

Vorletzter Aufschlag in der Bürgermeister Drews Straße

Heute fand der vorletzte Wahlkampf-Stand in der Bürgermeister Drews Straße statt. Schon zu früher Stunde fand Robert Schall der Kandidat zur Bürgermeisterwahl 2016 seine Gesprächspartner. In der mir, von ihm, bekannten Weise geht er auf die Wähler zu und findet meist den richtigen Ton.

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Ein echter Kandidat zum anfassen. Sollte noch jemand unentschlossen sein rate ich Ihm dazu, sich Robert Schall einmal auf dessen Seite im Netz anzuschauen.

Es macht jedenfalls großen Spaß mit und für Robert Wahlkampf zu machen. Ich kann in jedem Fall behaupten ich war dabei und habe alles erdenkliche getan um das Wahlziel zu erreichen.

Ich weiß heute schon, dass mir die guten Gespräche die wir geführt haben,während wir plakatierten, nach dem sehr intensiven Wahlkampf fehlen werden. Aber zum Glück plant Robert ja Bürgersprechstunden ohne Anmeldung durchzuführen. Als sehr geraden aber auch sorgfälltig  abwägenden Menschen habe ich meinen Kandidaten kennen und schätzen gelernt. Die letzten acht Tage werden noch sehr Ereignisreich und die Spannung wird weiter steigen.

Ich möchte nicht umhin kommen zu erwähnen, dass dies ein sehr fairer Wahlkampf von allen Seiten ist.

 

 

Mit Fakten aufklären statt Mythen verbreiten!

eine klasse Rede zum Thema Einbruchskriminalität und Strafverfolgung im Landtag von Simone Lange:

Ein Rätsel:

Die einen verlängern die Lebensarbeitszeit von Polizeibeamtinnen und -beamten – die anderen heben das Einstiegsamt von A7 auf A8.

Die einen streichen die Jubiläumszulage – die anderen führen sie wieder ein und erhöhen nach jahrelangem Stillstand die Erschwerniszulage.

Die einen schaffen während ihrer Regierungszeit keine einzige Personalstelle, streichen sogar 78 – die anderen schaffen in vier Jahren mehr als 350 neue Stellen.

Die einen fordern eine Dezentralisierung der Landespolizei – die anderen wundern sich, denn die Landespolizei ist dezentral organisiert und mit ihren sieben Flächendirektionen, der Direktion für aus- und Fortbildung, dem LKA und dem Landespolizeiamt sehr gut aufgestellt.

Die einen beklagen einen Anstieg der Einbrüche in Schleswig-Holstein um 50 Prozent und schüren damit ganz bewusst Ängste, weil das ihr Versuch ist, von sich Reden zu machen – die anderen legen transparent die Realitäten offen, stellen fest, dass der Anstieg der Einbruchstaten Gott sei Dank weit geringer ausfällt, und reagieren mit zielgerichteten Konzepten und bewegen das Thema ernsthaft und besonnen.

Wenn wir uns dem Thema angemessen und in Verantwortung für die Menschen unseres Landes verhalten wollen, dann müssen wir aufhören, alten Reflexen zu folgen, die ihre Zeit überdauert haben, aber wirklich niemandem in diesem Land helfen!

1983 – das Jahr, in dem ich eingeschult wurde – zählt die Kriminalstatistik 9.376 Einbruchstaten. Diese Zahl stieg bis 1986 auf fast 10.000 Taten an. Auch einige Jahre später, nämlich 1993 titeln die Zeitungen „Einbrecher treiben die Statistik in die Höhe“ oder „Einbrecher haben Hochkonjunktur“, weil mehr als 11.300 Einbruchstaten angezeigt worden waren. Schon damals – und das ist 13 Jahre her – rief der damalige Minister Hans Peter Bull auf, hinzusehen und zu helfen und durch nachbarschaftliche Initiativen beim Schutz vor Einbrüchen mitzuhelfen. Seinerzeit rührte Bull die Werbetrommel für die Einrichtung kriminalpräventiver Räte auf kommunaler Ebene, weil er richtigerweise erkannt hatte, dass dem Phänomen Einbrüche am besten vor Ort begegnet werden kann. „In Kronshagen gibt es den Rat für Kreminalitätsverhütung“ Aussage der.kronshagener

Und schon damals fielen die Reaktionen der Opposition nach dem altbekannten Muster aus: Da wurde dem Minister pauschal Konzeptlosigkeit vorgeworfen, aller Grund läge in der mangelnden Polizeipräsenz und man bräuchte eine „stärkere Polizei“.

Heute heißt es, die Steigerung der Einbruchszahlen um 50 Prozent sei ein klarer Beleg für die mangelhafte Personalausstattung der Polizei. Oder: Die niedrige Aufklärungsquote sei eine Kapitulation des Rechtsstaates. Oder: Die Polizei müsse endlich von der Kette gelassen werden.

Ich bin noch nicht so lange in diesem Parlament wie Sie, Daniel Günther, aber ich weiß, dass diese Art der Auseinandersetzung mit dem Thema der Vergangenheit angehört! Das sind Scheinargumente, die schlichtweg keiner mehr hören kann. Wenn wir nicht endlich bereit sind, eine neue, dem Thema gerecht werdende Debatte zu führen, werden wir auch keine echten Lösungen finden.

Meine Verantwortung gegenüber den Menschen unseres Landes beginnt damit, ihnen zunächst die Faktenlage transparent zu machen – und das ohne jede Manipulation! Wohnungseinbruchsdiebstahl, ob versucht oder vollendet, ist eine schwere Straftat, die nach Strafgesetzbuch mit einer Strafe von bis zu 10 Jahren geahndet wird. Die sogenannte TKÜ-Überwachung der Telekommunikation ist bei Bandenkriminalität bereits möglich.

Seit Jahrzehnten ist dieses Kriminalitätsphänomen ein sich ambivalent entwickelndes Phänomen. Während wir Anfang der 90er Jahre in Schleswig-Holstein bis zu 11.000 Taten in einem Jahr beklagten, sank die Anzahl der Taten bis ca. 2006 und stieg dann erneut an, blieb von 2012 bis 2014 konstant bei ca. 7.500 Taten und steigt nun in 2015 erneut wieder an. Wie hoch der tatsächliche Anstieg in 2015 sein wird, werden wir erst wissen, wenn im März die Kriminalstatistik veröffentlicht wird. Anhand der Vorgangszahlen ist ein Anstieg erkennbar. Ich bin einerseits froh, dass dieser Anstieg nicht bei 50% liegen wird, wie es die Opposition behauptet. Ich sage aber auch, jeder Einbruch ist ein Einbruch zu viel und es muss unser aller Anspruch sein, zuvorderst Taten zu verhindern, im Falle der Tatbegehung dann aber alles zu tun, um den Täterinnen und Tätern habhaft zu werden.

Neben dem Anstieg der Wohnungseinbruchszahlen beklagen wir derzeit ebenfalls eine zu geringe Aufklärungsquote. Warum ist die Aufklärung von Wohnungseinbrüchen auch im Vergleich zu anderen Straftaten eigentlich so niedrig? Auch hier lohnen ein genauerer Blick und eine sachliche Analyse. Die meisten Straftaten werden durch Hinweise vom Opfer oder von Zeugen aufgeklärt. In der Regel gibt es bei Wohnungseinbruchsdiebstahl aber keine Zeugen, Tatortspuren sind ebenfalls kaum vorhanden, weil die Täterinnen und Täter entsprechende Vorkehrungen treffen, keine Spuren zu hinterlassen. Arbeiten die Täter überregional und in bandenmäßigen Strukturen, kann ich auch im Nachhinein keine Hinweise im näheren Umfeld finden. Wer also behauptet, die geringe Aufklärungsquote sei einem Mangel an Polizei geschuldet, der irrt. Internationale Studien belegen, dass ein Mehr an Polizei nicht mir einem Mehr an Aufklärung einher geht.

Aber dort, wo sich Projekte mit den örtlichen sozialen Strukturen direkt auseinandersetzen, steigen nachweislich die Aufklärungsquote und das Sicherheitsempfinden der Bevölkerung.

Das Sicherheitsempfinden der Menschen ist subjektiv und es entwickelt sich paradoxerweise nicht passend zum objektiven Tatgeschehen. Es ist meist dort am geringsten, wo Kriminalitätsraten am niedrigsten sind. Wohingegen das Sicherheitsgefühl in zum Beispiel in städtischen Ballungsgebieten mit etwas höherer Kriminalitätsrate wiederum höher ist. Ein Paradoxon, für das auch Wissenschaftler seit Jahren nur schwer eine Antwort finden.

Das Sicherheitsgefühl ist jedoch immer dann ein starkes, wenn die Bürgerinnen und Bürger Vertrauen in die staatlichen Institutionen, also Vertrauen in unsere Polizei haben. Ich bin mir, ehrlich gesagt, angesichts der Aussagen Ihrer Pressemitteilungen nicht ganz sicher, ob Sie dieses Vertrauen nun haben oder nicht, meine Damen und Herren der CDU!

Ich /wir haben großes Vertrauen in unsere Landespolizei, die ein ums andere Mal beweist, dass sie schnell und zielorient die Problemlagen in unserer Gesellschaft erkennt und konsequent angeht. Dabei ist sie als lernende Organisation zu ständigen Organisationsentwicklungen bereit und genau deshalb auch gut aufgestellt.

Trotz der erheblichen Belastungen des letzten Jahres hat die Landespolizei ihre Aktivitäten zur Bekämpfung des Einbruchsdiebstahls sogar noch ausgeweitet und mehr Personal dort eingesetzt. Das täterorientierte Landeskonzept zur Bekämpfung des Wohnungseinbruchsdiebstahls wurde im vergangenen Jahr erstmals auch im Sommer fortgesetzt. 27 Planstellen wurden dorthin umgesteuert. Die Zusammenarbeit mit Hamburg wurde verstetigt und intensiviert. Und es gibt einen regelmäßigen Informationsaustausch mit anderen Bundesländern.

Unser Dank gilt allen Polizeibeamtinnen und -beamten sowie allen Beschäftigten in der Landespolizei, die insbesondere in den letzten Monaten stets mit großer Einsatzbereitschaft die Herausforderungen gemeistert haben. Auch unter ihnen sind Opfer von Wohnungseinbrüchen.

Soweit zu den Fakten, nun zu den Mythen. Es gibt leider auch jede Menge Mythen und auch darüber muss aufgeklärt werden. Ein Mythos ist: Mehr Streifenpolizisten schrecken Einbrecher ab. Das sieht BKA-Chef Schulz anders. Er sagt, auch wenn die Zahl der Streifenwagen verdoppelt würde, hätte es keinen spürbaren Einfluss auf Einbruchs- und Aufklärungsquote. Im Zweifel warte der Täter, bis der Streifenwagen vorbeigefahren sei. Dies bestätigen im Übrigen auch internationale Studien. Der beste Einbruchschutz sei immer noch die mechanische Sicherung an Türen und Fenstern sowie aufmerksame Nachbarn. Zwei bis drei Minuten würden die Täter es versuchen und im Falle des erfolglosen Versuches ablassen.

Mythos 2: Banden aus Osteuropa sind für die Mehrzahl der Einbrüche verantwortlich. Das ist eine wirklich interessante Behauptung angesichts der Tatsache, dass mehr als 85 Prozent der Taten tatsächlich doch ungeklärt bleiben. Fakt ist, dass es DIE eine Gruppe der Täter gar nicht gibt. Eine Analyse des BKA hat ergeben, dass ca. 28 Prozent überregional tätige Einbrecher sind, jedoch fast 32 Prozent der Einbrüche auf das Konto von Drogenabhängigen gehen. Angesichts der Tatsache, dass auch in Schleswig-Holstein die Anzahl der Drogendelikte im vergangenen Jahr nicht unerheblich angestiegen ist, können wir davon ausgehen, dass die sog Beschaffungskriminalität ebenfalls zum Anstieg der Wohnungseinbrüche beigetragen hat.

Es gibt leider noch einige weitere Mythen, die einen stärkeren Einfluss auf unser Sicherheitsempfinden haben als die objektive Sicherheitslage.

Meine Verantwortung sehe ich darin, die Sorgen und Fragen der Menschen sehr ernst zu nehmen, ihnen mit ehrlichen Fakten zu begegnen, um ihnen selbst die Möglichkeit zu geben, für sich einzuschätzen, was zu tun ist. Die Menschen müssen weder bevormundet werden, noch muss man ihnen etwas vor machen! Niemand kann uns absolute Sicherheit garantieren. Was wir zu tun haben ist, unsere staatlichen Institutionen so gut auszurüsten, dass wir den Eindringlingen mit garantierter Konsequenz begegnen und Strafe wieder auf dem Fuße folgt.

Eines ist uns dabei wichtig: Sicherheit entsteht durch Vertrauen, Vertrauen in die staatlichen Institutionen und Instrumente. Darauf werden wir auch unser Augenmerk legen. Aber dafür muss hier niemand von der Kette gelassen werden.

Und um das Rätsel für Sie zu lösen: Die einen beantragen 5 Punkte, die längst Realität sind. Die anderen regieren weiter.

Neues vom Bürgermeisterwahlkampf

Heute waren die letzten Aktionen vor dem Fest. Die Pause wird wirklich benötigt. Ich mache ja nun wirklich schon einiges , was aber der von mir unterstützte Kandidat so alles macht, ist wirklich sehr viel mehr. Wer mag kann unter www.robert-schall.de ein wenig mehr erfahren. Auf jeden Fall kann man so einen ,über ein Jahr laufenden ,Wahlkampf wirklich nur mit sehr viel Selbstbeherrschung und Intusiasmuss über stehen. Man macht es also nicht mal eben so.