Der 25 Mio. Hebel

Wie wir den Sport im Kreis Rendsburg Eckernförde verbessern.

Der 25-Millionen-Euro-Hebel: Wie der Kreis Rendsburg-Eckernförde den Sanierungsstau im Sport auflöst

Wenn die Sporthalle zum Sanierungsfall wird

Es ist das Albtraumszenario jeder Kommunalverwaltung: Eine Einfeldsporthalle wie in Breiholz muss für über 1,2 Millionen Euro saniert werden, weil die Substanz nach Jahrzehnten der intensiven Nutzung am Ende ist. Wenn Hallenböden reißen, Flutlichtanlagen flackern oder Heizungen im Vereinsheim zur Kostenfalle werden, steht mehr als nur Beton auf dem Spiel – es geht um den sozialen Kitt unserer Gesellschaft. Der Kreis Rendsburg-Eckernförde hat auf diesen schleichenden Verfall nicht mit Achselzucken, sondern mit einer gezielten Förderstrategie reagiert. Was als Unterstützung für marode Sportstätten begann, hat eine ökonomische Eigendynamik entfaltet, die selbst erfahrene Finanzexperten aufhorchen lässt. Es ist die Geschichte einer massiven Hebelwirkung, bei der aus gezielten Kreiszuschüssen ein Investitionsprogramm von beeindruckender Tragweite entstanden ist.

Der 20-fache Hebel: Wie 950.000 Euro eine 18-Millionen-Lawine auslösten

Ein Blick in die Verwaltungsvorlage VO/2020/486 offenbart das ganze Ausmaß dieses Erfolgsmodells. Zwischen 2018 und 2020 band der Kreis ein Fördervolumen von 946.500 €. Doch diese Summe war lediglich der Zündfunke für einen gewaltigen ökonomischen Prozess. Tatsächlich löste dieser Betrag Gesamtinvestitionen in Höhe von 18.350.000 € aus.

Das Prinzip der Anschubfinanzierung wird hier fast schon zum physikalischen Gesetz: Jeder investierte Euro des Kreises mobilisierte fast das Zwanzigfache an lokalen Mitteln, Eigenleistungen und weiteren Fördergeldern. Es ist die Verlässlichkeit der kommunalen Zusage, die es Vereinen und Gemeinden überhaupt erst ermöglicht, Großprojekte wie die Hallensanierung in Rieseby (3,19 Mio. €) oder den Ersatzbau in Fleckeby (2,17 Mio. €) ins Rollen zu bringen. Christina Mönke fasste das Ergebnis in der Vorlage trocken, aber treffend zusammen:

„Das Ziel der Anschubfinanzierung für investive Maßnahmen zu Gunsten des Sports konnte demnach erreicht werden.“

Anpassung an die Teuerung: Warum die Anhebung auf 40 % überlebenswichtig war

In der kommunalen Sportförderung ist Stillstand gleichbedeutend mit Rückschritt. Deshalb hat der Kreis seine Richtlinien zwischen 2018 und 2025 strategisch geschärft. Startete man 2018 noch mit einem Fördersatz von 20 %, wurde dieser über 30 % (2021–2022) auf schließlich 40 % ab dem Jahr 2023 angehoben.

Diese Verdoppelung des Fördersatzes ist kein fiskalisches Geschenk, sondern die zwingende Antwort auf die Realität der Bauwirtschaft. Angesichts explodierender Baukosten und Materialknappheit wäre eine Sanierung für viele kleine Träger mit dem alten 20-Prozent-Satz schlicht nicht mehr finanzierbar gewesen. Um sicherzustellen, dass die Mittel auch dort ankommen, wo sie gebraucht werden, wurden zudem bereits 2020 die getrennten Fördertöpfe für Vereine und Kommunen zusammengeführt. Das Ergebnis: Eine vollständige Mittelbindung und maximale Flexibilität für den Breitensport.

Vom Eider-Yacht-Club bis zum Bouleplatz: Die Vielfalt jenseits des Fußballrasens

Wer glaubt, Sportförderung beschränke sich auf den klassischen Rasenplatz, irrt gewaltig. Die Projektlisten der letzten Jahre zeigen eine faszinierende Vielfalt, die den Charakter unserer Region widerspiegelt. Hier geht es nicht nur um Tore und Körbe, sondern um die gesamte Breite des Vereinslebens:

  • Kampf gegen den Maulwurf: Die tierischen Tunnelgräber sind ein Dauerthema. Sowohl am Gymnasium Kronwerk in Rendsburg als auch am Sportplatz Galgenbergsweg in Nortorf (ca. 26.600 €) mussten kostspielige Maulwurfssperren verbaut werden, um die Spielflächen zu retten.
  • Wassersport im Fokus: Im Kreis wird das Wasser sportlich gelebt. Während 2020 die Steganlage des Büdelsdorfer Yacht-Clubs für 132.700 € saniert wurde, folgte 2023 die Sanierung der Slipanlage für stolze 350.000 €. Auch der Bordesholmer Segelverein profitierte jüngst von der Erneuerung seiner Stege.
  • Spezialdisziplinen: Ob die Kegelhalle des Rendsburger TSV, die Sanierung der Schießstände des Pistolensport-Clubs Rendsburg oder die neuen Bouleplätze in Dänischenhagen (13.300 €) – die Förderung erreicht jede Nische.
  • Technik-Update: Die Umrüstung auf LED-Flutlicht zieht sich durch fast alle Gemeinden – von Sehestedt über Kosel bis hin nach Holtsee.

Gelebter Klimaschutz gegen die bürokratische Ignoranz: LED und Solar im Vormarsch

Es grenzt fast schon an ein Paradoxon: In den offiziellen Verwaltungsvorlagen wird die „Relevanz für den Klimaschutz“ regelmäßig mit „keine“ angegeben. Wer jedoch die Maßnahmenkataloge analysiert, erkennt eine völlig andere Realität. Die flächendeckende Umstellung auf LED-Flutlicht und die Modernisierung von Heizungsanlagen sind handfeste Beiträge zur CO2-Reduktion.

Besonders deutlich wird diese Diskrepanz am Beispiel des Freibads Jevenstedt. Hier wurden 112.500 € in die Erneuerung der Solarabsorberanlage zur Beckenwassererwärmung investiert, inklusive einer energetisch notwendigen Sanierung des Flachdaches. Dass solche Projekte in den Verwaltungsberichten als ökologisch „irrelevant“ gelabelt werden, wirkt fast systemblind. In der Praxis schaffen diese Sanierungen bereits nachhaltige Fakten, während die Bürokratie dem eigenen Fortschritt noch hinterherhinkt.

Fazit: Ein 25-Millionen-Impuls für die Zukunft unserer Region

Die Bilanz der Sportstättenförderung im Kreis Rendsburg-Eckernförde ist beeindruckend. Addiert man das initiale Maßnahmenvolumen von 18,35 Millionen Euro mit den aktuellsten Zahlen aus der Förderperiode 2023–2025, in der bereits wieder Projekte im Wert von 7,14 Millionen Euro angestoßen wurden, knackt der Kreis die 25-Millionen-Marke an ausgelösten Investitionen.

Mit einem gesicherten Budget von 1,5 Millionen Euro bis Ende 2025 bleibt das Programm der wichtigste Motor für die sportliche Infrastruktur. Diese Gelder sind weit mehr als reine Bauzuschüsse; sie sind eine Versicherung für die Zukunftsfähigkeit unserer Dörfer und Städte. Denn am Ende stellt sich eine zentrale Frage:

Wie viel ist uns die Infrastruktur unserer Gemeinschaft wert, wenn ein einziger Euro Förderung das Zwanzigfache an lokalem Wert schaffen kann?

Wir Sozialdemokraten im Kreis wollen dieses erfolgreiche Model gerne weiterführen.

15 Milliarden Euro fehlen: Was der neue Gesundheitsbericht für Ihren Geldbeutel bedeutet

Schaubild zur GKV Finanzreform nach Vorschlag der Kommission.

1. Einleitung: Der schleichende Preisschock

Es ist eine Zahl, die das Fundament unseres Sozialstaates erschüttert: Ab dem Jahr 2027 klafft in der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) eine Deckungslücke von 15,3 Milliarden Euro. Wenn wir nicht gegensteuern, wächst dieses Defizit bis 2030 auf über 40 Milliarden Euro an. Wir befinden uns in einem massiven Spannungsverhältnis zwischen einem gewohnt hohen Versorgungsniveau und der wirtschaftlichen Tragfähigkeit für jeden Einzelnen von uns.

In meiner Analyse der Daten wird deutlich: Das Problem ist bereits in Ihrer Lebensrealität angekommen. Die Reserven der 93 Krankenkassen befinden sich auf einem kritischen Tiefstand. Das bedeutet für Sie konkret, dass die finanzielle Stabilität Ihrer eigenen Versicherung wackelt. Wenn die Kassen leer sind, schwindet der Spielraum für Innovationen und stabile Beiträge. Wir stehen vor der fundamentalen Frage: Wie viel ist uns die solidarische Absicherung in Zukunft wert, und wer kann die Lasten noch tragen?

Weiterlesen: 15 Milliarden Euro fehlen: Was der neue Gesundheitsbericht für Ihren Geldbeutel bedeutet

2. Takeaway 1: Die „680-Euro-Rechnung“ – Warum Nichtstun keine Option ist

Die Prognosen der FinanzKommission Gesundheit (FKG) sind ernüchternd. Ohne Reformen müsste der durchschnittliche Zusatzbeitragssatz von derzeit 2,9 % auf drastische 4,7 % im Jahr 2030 steigen. Das ist kein theoretisches Rechenmodell, sondern eine proaktive Mehrbelastung, die direkt von Ihrem Bruttolohn abgeht.

Für ein durchschnittliches Mitglied ergeben sich laut Infografik 1 folgende jährliche Mehrbelastungen (inklusive Arbeitgeberanteil):

  • 2027: + 260 €
  • 2028: + 360 €
  • 2029: + 540 €
  • 2030: + 680 €

Besonders stark trifft es Versicherte an der Beitragsbemessungsgrenze. Für diese Gruppe könnte die Rechnung bis 2030 auf ca. 1.440 € pro Jahr ansteigen. Doch die Folgen gehen über den privaten Geldbeutel hinaus. Wenn die Lohnkosten derart explodieren, gerät die Sicherheit Ihres Arbeitsplatzes unter Druck, da Unternehmen verstärkt auf Automatisierung setzen oder Stellen ins Ausland verlagern könnten.

„Für die Unternehmen verteuert sich der Faktor Arbeit entsprechend, was den Anreiz erhöht, Beschäftigung in das Ausland zu verlagern oder durch Automatisierung von Herstellungsprozessen zu ersetzen. Es entsteht somit ein Dilemma: […] höhere Beitragssätze […] erhöhen wiederum die Lohnkosten und können dadurch das wirtschaftliche Wachstum weiter dämpfen.“ (Kapitel 1, Vorwort)

3. Takeaway 2: Qualität durch Verzicht – Das Paradoxon der Kategorie A*

Hinter dem technischen Begriff Kategorie A* verbirgt sich eine der wichtigsten Botschaften des Berichts: Weniger ist manchmal medizinisch besser. Es geht um Maßnahmen, die Geld sparen und gleichzeitig die Versorgungsqualität steigern, indem sie den Patienten vor Über- und Fehlversorgung schützen.

Ein zentraler Hebel ist das obligatorische Zweitmeinungsverfahren (Empfehlung Nr. 32). Bei sogenannten mengensensiblen Eingriffen – also Operationen, die statistisch auffällig oft durchgeführt werden – soll eine zweite Expertenmeinung zur Pflicht werden. Der Gewinn ist hier nicht nur finanzieller Natur (ca. 1,2 Mrd. € bis 2030). Es geht primär um die Vermeidung von unnötigen körperlichen Eingriffen und den damit verbundenen OP-Risiken. Ähnliches gilt für die Kieferorthopädie (Empfehlung Nr. 23), wo Ineffizienzen abgebaut werden sollen. Ein intelligentes System schützt den Patienten vor medizinisch nutzlosen Leistungen, die im schlimmsten Fall sogar Schaden anrichten können.

4. Takeaway 3: Die Rückkehr des „Einnahmen-Ankers“

Warum ist das System finanziell so aus dem Ruder gelaufen? Ein Hauptgrund ist die seit 2019 forcierte Entkopplung der Ausgaben von der allgemeinen Lohnentwicklung. Die Kommission fordert mit Empfehlung Nr. 1 die strikte Rückkehr zu einer einnahmeorientierten Ausgabenpolitik. Vergütungen für Ärzte oder Kliniken dürfen nicht länger schneller steigen als die Löhne der Beitragszahler.

MerkmalFrüher (Tradition / vor 2019)Heute / Empfehlung (FKG)
LeitplankeBindung an die Grundlohnrate (§ 71 SGB V)Rückkehr zur Grundlohnrate als harte Obergrenze
HärtegradSektorale Sonderregeln erlaubtGlobale Begrenzung; -1 % Abschlag (2027–2029)
ZielsetzungBeitragssatzstabilitätNachhaltige Begrenzung der Ausgabendynamik

Besonders brisant: Für die Jahre 2027 bis 2029 soll sogar ein zusätzlicher Abschlag von einem Prozentpunkt auf die Grundlohnrate erfolgen, um das System wieder zu stabilisieren.

5. Takeaway 4: „Sündensteuern“ für die Prävention

Die Empfehlungen 64 bis 66 setzen auf Eigenverantwortung. Wer Produkte konsumiert, die nachweislich hohe Folgekosten im Gesundheitssystem verursachen, soll über Konsumsteuern stärker an der Finanzierung beteiligt werden. Dies betrifft die Erhöhung der Tabak- und Alkoholsteuer sowie eine neue gestaffelte Zuckersteuer auf Erfrischungsgetränke. Die Logik: Diese Einnahmen fließen direkt der GKV zu, um Prävention zu finanzieren und Beiträge stabil zu halten.

„Die Begrenzung medizinisch nutzloser Leistungen ist ethisch nicht nur legitim, sondern sogar geboten, da […] Überdiagnostik und Übertherapie nicht selten auch Schaden anrichten kann.“ (Kapitel 5.2.3)

6. Takeaway 5: Das Ende der „versicherungsfremden“ Lasten

Ein Kernpunkt der Beitragsgerechtigkeit ist die Empfehlung Nr. 62. Aktuell finanziert die Solidargemeinschaft der Beitragszahler die Gesundheitskosten für Bürgergeldbeziehende mit, da die Pauschalen des Bundes bei weitem nicht ausreichen. Die Kommission fordert, dass der Bund diese gesamtgesellschaftliche Aufgabe voll aus Steuermitteln finanziert.

Das Potenzial dieser Maßnahme liegt bei gewaltigen 12 Milliarden Euro. Es ist eine Frage der Gerechtigkeit: Wer arbeitet und Beiträge zahlt, sollte nicht zusätzlich für staatliche Aufgaben herangezogen werden, die eigentlich über das allgemeine Steueraufkommen abgedeckt werden müssten.

7. Fazit: Ein System am Scheideweg

Der Bericht der FinanzKommission Gesundheit präsentiert kein bloßes Sparprogramm, sondern ein weitreichendes Optionenpaket. Einem Defizit von 15,3 Mrd. € steht ein Vorschlagsvolumen von insgesamt 42,3 Mrd. € gegenüber. Die Politik hat nun den Ermessensspielraum, aus 66 Empfehlungen zu wählen.

Klar ist: Ohne Anpassungen wird der aktuelle Durchschnittsbeitragssatz von 17,7 % unhaltbar. Ende 2026 wird der zweite Bericht folgen, der sich den langfristigen Strukturen widmet. Bis dahin müssen wir als Gesellschaft entscheiden, welchen Preis wir für eine qualitativ hochwertige Versorgung zu zahlen bereit sind.

Was ist uns die Sicherheit im Krankheitsfall wert, wenn die finanziellen Ressourcen endlicher werden als je zuvor?

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Weitere Informationen und Details zu den 66 Empfehlungen finden Sie unter www.finanzkommission-gesundheit.de.

Mein Ausschuss im Haushalt

Wir, die Fraktion der SPD-Kronsagen in der Gemeindevertretung, werden am Wochenende in die Haushaltsberatungen 2026 gehen und eine Klausursitzung im Bürgerhaus durchführen. da werden wir dann auch meinen Teilhaushalt, den ich euch hier als Videopräsentation zeige, beraten. Die Vorführung ist extra nicht Detailtief ausgearbeitet sondern gibt euch nur einen groben Überblick dessen womit wir kämpfen werden müssen.

Haushalt mit SOZIAL

Gute Bildung – überall, für alle


Wir investieren massiv in das Wachstum unseres Landes – und in bessere Schulen und Kitas. Denn es darf nicht vom Geldbeutel der Eltern oder vom Wohnort abhängen, welche Chancen ein junger Mensch in Deutschland hat. Wir wollen, dass jedes Kind die Unterstützung bekommt, die es braucht. Gute Bildung für alle, nicht für wenige.

Gymnasium in Kronshagen

Ich möchte deutlich machen, dass dieses Video eine Zusammenfassung der Vorlage WP23/0042/23-5 der Verwaltung Kronshagen ist.

Es gibt zur Zeit 09.10.2025 keine Beschlussfassung dazu, weder bei der SPD Fraktion noch der gemeindlichen Gremien.

Meine persönliche Einschätzung wird durch dieses Video jedoch akkurat wiedergegeben, ohne dass ich hierauf Einfluss genommen hätte.

Zusammenstellung Sozialdemokratischer Erfolge

Was wäre, wenn es die SPD nicht gegeben hätte?

Sozialpolitische Errungenschaften in Deutschland im Lichte von „Freiheit – Gleichheit – Brüderlichkeit“. Hier eine verkürzte Zusammenstellung sozialdemokratisch beeinflusster Errungenschaften, ohne die es heute in Deutschland und der Welt nicht so aussehen würde wie es jetzt aussieht.

Arbeitsgrundlage (Stand: 11.08.2025)
Erstellt unter Zuhilfenahme von KI – politisch nutzbar aufbereitet.

Inhalt

1. Einleitung

2. Methodik & Zuschreibungslogik

3. Historischer Rahmen (kurz)

4. Fallstudien

5. Querschnittsanalyse

6. Fazit

Anhang: Datentabellen & Quellenhinweise

1. Einleitung

Fragestellung: Welche sozialpolitischen Errungenschaften in Deutschland wären ohne die SPD vermutlich nicht – oder deutlich später/abgeschwächt – zustande gekommen? Bewertet wird entlang der Leitwerte der französischen Revolution: Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit.

„Zusammenstellung Sozialdemokratischer Erfolge“ weiterlesen

Bürgermeister Drews Straße umbenennen, oder nicht?

Seit geraumer Zeit beschäftigt sich die Gemeindevertretung mit der möglichen Umbenennung der Bürgermeister Drews Straße in Kronshagen. Ich als Sozialdemokrat stehe auf dem Standpunkt, dass jeder Mensch eine zweite Chance verdient hat. Aber mit dieser Chance kann er maximal begangenes Unrecht wiedergutmachen.

Straßenschild

Um deutlich zu machen, welche Entscheidungsgänge bei mir abliefen habe ich ein paar Dokumente erstellt, die ihr euch gerne anhören und ansehen könnt. Diese sind sehr neutral gefasst und letztendlich hat meine sozialdemokratische Gesinnung mich dazu bewogen für eine Namensänderung zu stimmen. Ein Aspekt gab dabei den Ausschlag: Ändert man den Namen nicht, so bleibt er überall bestehen und das ganz ohne Bewertung und Erklärung, außer direkt am Straßenschild. Dort könnte man dann lesen, wer Paul Drews war und über einen QR-Code käme man zu den Erläuterungen. Nicht aber auf all den Briefen, Verträgen, Geburtsurkunden und so weiter. Deshalb meine Entscheidung so wie sie ist.

Hier die PDF-Zusammenfassung ein Handreichung des Städtetages.

Und hier ein Audio.

Integriertes Klimaschutzkonzept Kronshagen


Wer so viel nicht lesen möchte,

1 Ausgangslage & Ziele

  • Zeitraum der Konzepterstellung: Oktober 2021 – März 2023
    (Förderkennzeichen 67K17447, gefördert durch die Nationale
    Klimaschutzinitiative).
  • Vision: Treibhausgas-Neutralität spätestens 2045. Etappenziele: −65 % bis 2030,
    −77 % bis 2035, −88 % bis 2040 gegenüber 1990.
  • Ausgangsbilanz (1990): 97 338 t CO₂eq; Ist-Stand 2020: 57 651 t CO₂eq (-41 %).
  • Endenergieverbrauch 2020: 196 GWh, davon 71 % Wärme, 18 % Verkehr, 11 %
    Strom.
  • Emissionsverteilung 2020: 85 % stationäre Energie (Wärme+Strom), 14 %
    Verkehr, 1 % Landwirtschaft.
  • Beteiligung: Klimaschutz-AG, zwei Klimakonferenzen, Online-Beteiligung,
    Workshops mit Bevölkerung, Wirtschaft und Verwaltung.
    Ziel des Konzepts ist es, Entscheidungsträger*innen eine belastbare
    Planungsgrundlage und einen pragmatischen Fahrplan zu liefern – von der
    Bestandsanalyse über Potenzialabschätzung bis zum Maßnahmenkatalog – um
    Kronshagen auf den Pfad zur Klimaneutralität zu bringen.2 Potenzialanalyse & Szenarien
    Die Potenzialanalyse identifiziert acht zentrale Handlungsfelder:
  1. Gemeindeverwaltung als Klima-Vorbild
  2. Klimagerechte Gemeindeentwicklung
  3. Erneuerbare & effiziente Wärmeversorgung
  4. Erneuerbare & effiziente Stromversorgung
  5. Klimaschutz in Wirtschaft & Gewerbe
  6. Zukunftsfähige Mobilität
  7. Nachhaltiger Lebensstil & Konsum
  8. Klimaschutzbildung & Partizipation
    Schwerpunkte des Einsparpotenzials:
  • Dekarbonisierung der Wärme (Ausbau Nahwärmenetze, Wärmepumpen,
    Solarthermie).
  • Photovoltaik-Offensive auf kommunalen und privaten Dächern sowie
    Parkplätzen.
  • Energetische Sanierung von Bestandsgebäuden und effiziente
    Straßenbeleuchtung.
  • Verkehrswende: Radverkehrsnetz, ÖPNV-Ausbau, E-Ladeinfrastruktur &
    Sharing.
  • Grüne Beschaffung und Kreislaufwirtschaft im Gewerbe.
    Szenario-Ergebnisse:
  • Bei konsequenter Umsetzung lokaler Maßnahmen plus erwarteter
    Bundes-/Landes-Rahmenbedingungen sinken die Emissionen bis 2040 um ca. 80 %
    gegenüber 2020.
  • Restemissionen sollen zwischen 2040 und 2045 durch weitere Effizienz-,
    Erneuerbaren- und Kompensationsmaßnahmen geschlossen werden.3 Maßnahmenkatalog & Fahrplan
    Der Maßnahmenkatalog bündelt 40+ Einzelmaßnahmen in sieben
    Handlungsfeldern:
  • Übergeordnete Maßnahmen (ÜM):
    – Klimaschutzmanagement, Öffentlichkeitsarbeit, Einführung eines Klimafonds.
  • Verwaltung als Klima-Vorbild (VK):
    – Energiecontrolling, Gebäudemodernisierung, PV-Ausbau, Green IT,
    nachhaltige Beschaffung.
  • Klimagerechte Stadtentwicklung (KS):
    – „Klimaschutz-Standard Kronshagen“, Klimaanpassungskonzept.
  • Konsum, Wirtschaft & Lebensstile (KWL):
    – Nachhaltige Gewerbestandorte, Abfallvermeidungskampagnen.
  • Erneuerbare & energieeffiziente Energieversorgung (EEE):
    – Kommunale Wärmeplanung, Umstellung VBK-Wärmenetz auf Erneuerbare.
  • Zukunftsfähige Mobilität (ZM):
    – Radverkehrskonzept, ÖPNV-Verbesserung, Ladeinfrastruktur,
    E-Car/Bike-Sharing.
  • Klimaschutzbildung & Partizipation (KP):
    – Klimabildung in Schulen/Kitas, Klimabeirat, Auszeichnung lokaler Projekte.
    Fahrplan & Monitoring:
  • Meilensteine bis 2045 mit jährlichem Berichtswesen und Fortschreibung.
  • Beteiligungsformate sichern kontinuierliche Einbindung von Politik, Wirtschaft
    und Bürgerschaft.
  • Erfolgskontrolle über Indikatoren (z. B. THG-Bilanz, EE-Anteil, Sanierungsquote,
    Modal Split).
    Die Umsetzung erfordert gemeinsames Handeln aller Akteur*innen – Verwaltung,
    Politik, Unternehmen und Zivilgesellschaft. Das integrierte Klimaschutzkonzept
    liefert dafür einen klaren Kompass und konkrete Projekte, um Kronshagen
    schrittweise klimaneutral, lebenswerter und zukunftsfähig zu gestalten.

Regionalstellen zur Vermittlung von Kindertagesbetreuung

Aus der Vorlage der Gemeinde zum Ausschuss Schule, Kinder und Jugend am 17.06.2026
-Neue Regionalstellen in der Kindertagespflege:

Im letzten Jahr hat die Fachgruppe Kindertagesbetreuung des Kreises Rendsburg-Eckernförde daran gearbeitet, das System der Vermittlungsstellen zukunftssicher aufzustellen. Hierfür wurde den Vermittlungsstellen eine neue Struktur gegeben, sodass insgesamt vier zentrale Regionalstellen geschaffen wurden. Das Ziel dabei ist, eine gute Basis im neuen regionalen Zuschnitt zu gewährleisten und die vereinbarten Leistungen im Bereich der Kindertagespflege abzustimmen.

Die Gemeinde Kronshagen ist gemeinsam mit dem Amt Achterwehr, dem Amt Eidertal, der Gemeinde Altenholz und dem Amt Dänischenhagen der Regionalstelle „Region Kronshagen“ zugeordnet. Ansprechpartnerin für die Gemeinde Kronshagen ist weiterhin Frau Rütten vom Verein Pädiko e. V..
Termine für Beratungs- oder Vermittlungsgespräche können wie bisher per E-Mail oder telefonisch vereinbart werden. Die Beratung findet in den Räumen des Familienzentrums in der Kopperpahler Allee 54 statt.

Die Regionalstelle Kronshagen ist unter folgenden Kontaktdaten zu erreichen:

Tel.: 0431/9826390

Diensthandy: 0151/56920940

E-Mail: katja.ruetten@paediko.de

Das erste Netzwerktreffen mit den Kindertagespflegepersonen hat bereits im März 2025 stattgefunden, das nächste Treffen ist im Juni 2025 geplant. Des Weiteren bietet Frau Rütten jeden ersten Dienstag im Monat Beratungs- und Vermittlungsgespräche für interessierte Familien im Familienzentrum in Kronshagen an.

Hier noch in leichter Sprache:

Im Kreis Rendsburg-Eckernförde gibt es seit letztem Jahr eine neue Organisation für die Vermittlung von Kinderbetreuung. Es gibt jetzt vier Regionalstellen.

Kronshagen gehört zur Regionalstelle „Region Kronshagen“. Dazu gehören auch Achterwehr, Eidertal, Altenholz und Dänischenhagen.

Die Ansprechpartnerin für Kronshagen ist Frau Katja Rütten vom Verein Pädiko.

Eltern können mit ihr per Telefon oder E-Mail Termine vereinbaren. Die Beratung findet im Familienzentrum in der Kopperpahler Allee 54 statt. Kontaktdaten Telefon: 0431 9826390 Handy: 0151 56920940 E-Mail: katja.ruetten@paediko.de

Im März 2025 gab es das erste Treffen mit Tagespflegepersonen. Ein weiteres Treffen ist im Juni 2025geplant. Außerdem gibt es jeden ersten Dienstag im Monat eine Beratung für Familien, die Betreuung für ihre Kinder suchen.

Soziale Strukturen erhalten statt teuer wieder aufbauen – eine nachhaltige Haushaltsstrategie

Kreistagsfraktion auf Klausur in Tannenfelde

Das Erhalten bestehender sozialer Strukturen ist auf lange Sicht günstiger und nachhaltiger, als diese später neu aufzubauen. Ein Verzicht auf die Einsparung weniger Prozentpunkte im kommunalen Haushalt erweist sich oft als kostengünstiger, als zu einem späteren Zeitpunkt erhebliche Budgeterhöhungen oder gar Neuschaffungen von Fördertöpfen vornehmen zu müssen.

Besonders im sozialen Bereich zeigen Erfahrungen, wie rasch Strukturen zusammenbrechen können, wenn die ohnehin knappe öffentliche Finanzierung komplett eingestellt wird. Ein Beispiel hierfür ist der Haushalt des Kreises Rendsburg-Eckernförde. Mit einem Gesamtbudget von rund 640 Millionen Euro fließen hier nur etwa 8 Millionen Euro in freiwillige Leistungen – das entspricht gerade einmal 1,25% des Gesamthaushalts. Würde, wie von CDU und FDP geplant, dieser Anteil um etwa eine Million Euro gekürzt werden, hätte das weitreichende Folgen für die soziale Daseinsvorsorge. Ein Rückgang der freiwilligen Leistungen um lediglich 0,16% des Haushalts kann zum Zusammenbruch wesentlicher sozialer Strukturen führen. Viele dieser Leistungen basieren auf Co-Finanzierungen, deren Streichung das Steueraufkommen negativ beeinflusst und weitere Folgekosten verursacht, wenn die betroffenen Menschen ohne Unterstützung bleiben und ihre Herausforderungen wachsen.

Die Förderung von Schwimm-Infrastruktur ist ein wichtiger Bestandteil sozialer Daseinsvorsorge, dient der Gesundheitsförderung, der Bildung und der Sicherheit. Sie liegt in der Ausgleichs- und Ergänzungsfunktion des Kreises begründet. Schwimmbäder und andere Schwimmeinrichtungen bieten nicht nur Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit, Schwimmen zu lernen – eine lebenswichtige Fähigkeit, die im Notfall Leben retten kann – sondern fördern auch die allgemeine Fitness und den sozialen Zusammenhalt innerhalb der Gemeinschaft. Zudem wird durch ein solides Netz an Schwimm-Infrastruktur die Möglichkeit geschaffen, Schwimmkurse und Schulschwimmen anzubieten, was in Zeiten steigender Zahlen Ertrinkender von großer Bedeutung ist. Als ersten Schritt diese Förderung zu starten, wollen wir, ein bestehendes Freibad im Kreisgebiet mit einer Traglufthalle versehen, um eine ganzjährige Schwimmausbildung zu gewährleisten.

Ein weiteres Beispiel ist die kommunale Infrastruktur. Die Verwaltung schlägt vor, das Budget für Straßeninstandhaltungen von 10 Millionen auf 5 Millionen Euro zu reduzieren. Dies würde zu Auftragsrückgängen bei Straßenbaufirmen führen, was die Preise steigen lässt, wenn später ein erhöhter Bedarf an Straßenerneuerungen besteht. Zudem hat der Kreis in den vergangenen Jahren solide gewirtschaftet und könnte sogar das diesjährige Defizit aus der Ausgleichsrücklage abdecken. Angesichts dieser liquiden Mittel ist es daher kaum nachvollziehbar, dass CDU und FDP die geplante Wiederanhebung der Kreisumlage von 27 % auf 29% aussetzen wollen, mit dem Wissen, dass im nächsten Jahr eine Erhöhung auf 3 1% notwendig würde.

Als Sozialdemokrat und Haushälter setze ich mich für eine vorausschauende Nutzung der vom Gesetzgeber bereitgestellten Mittel ein. Diese Vorgehensweise ermöglicht es nicht nur, das Gemeinwohl nachhaltig zu stärken, sondern bewahrt auch die örtliche Konjunktur vor zusätzlicher Belastung.

Link zur Pressemitteilung der Kreistagsfraktion

Hier noch mal in leichter Sprache:

Es ist wichtig, soziale Angebote dauerhaft zu unterstützen. Wenn Angebote geschlossen werden, kostet es später viel Geld, sie wieder neu aufzubauen.
Im Kreis Rendsburg-Eckernförde werden etwa 1,25 % des Geldes freiwillig für soziale Angebote ausgegeben. Das sind ungefähr 8 Millionen Euro. Wenn davon eine Million Euro gestrichen wird, könnte das schlimme Folgen haben.

Viele wichtige Angebote könnten verschwinden und später viel teurer wieder aufgebaut werden müssen. Ein Beispiel sind Schwimmkurse und Freibäder. Schwimmen ist wichtig für Gesundheit und Sicherheit.
Deshalb gibt es die Idee, ein Freibad mit einer Traglufthalle auszustatten. Dann könnten die Menschen dort das ganze Jahr schwimmen.
Auch für Straßenreparaturen sollte es weiterhin genug Geld geben. Wenn Straßen nicht regelmäßig repariert werden, steigen später die Kosten stark an.
Die CDU und FDP wollen trotzdem keine höheren Beiträge von den Gemeinden einfordern, um diese Angebote zu sichern. Das finden die Verfasser nicht gut. Ihre Meinung: Es ist klüger, jetzt Geld auszugeben, damit soziale Angebote dauerhaft bestehen bleiben und die Wirtschaft vor Ort unterstützt wird.